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17. November 2023

Chinesische Arbeitsbedingungen und satte deutsche Gewinne? Das nennen wir Ausbeutung!

Henning Homann, Co-Vorsitzender der SPD Sachsen, hat heute die Streikenden der SRW Metalfloat in Espenhain besucht und sie bei ihren Forderungen unterstützt.

„Ich habe mich heute Morgen in Espenhain bei SRW Metalfloat mit den Streikenden und dem Betriebsrat unterhalten. Die Arbeitsbedingungen und die hier gezahlten Löhne, von denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichten, haben mich schockiert. Es ist unglaublich, dass so etwas in Sachsen im Jahr 2023 überhaupt noch möglich ist. Das klingt eher wie England 1823.  

Seit zehn Tagen streiken die Beschäftigten in Espenhain. Die Geschäftsführung der SRW Metalfloat scheint an Verhandlungen nicht interessiert zu sein. Stattdessen versucht sie, mit einer Klagewelle die Streikenden zu schikanieren. Dabei sprechen die Fakten ganz klar für die Arbeiterinnen und Arbeiter.

Es ist das gute Recht der Beschäftigten für faire Löhne, einen ordentlichen Tarifvertrag und für gute Arbeitsbedingungen zu streiken. Derzeit verdienen die Kolleginnen und Kollegen in Espenhain 600 Euro weniger als Beschäftigte in vergleichbaren Unternehmen der Branche. Das ist schlicht ungerecht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen Respekt und einen ordentlichen Tarifvertrag.

Das Unternehmen der Scholz-Gruppe aus Baden-Württemberg gehört zum chinesischen Konzern der Chiho Environmental Group Limited mit Sitz in Hongkong. Offenbar wollen die Eigentümer ihre schlechten chinesischen Arbeitsbedingungen nach Deutschland exportieren und gleichzeitig die guten Gewinne von hier mitnehmen. Wir nennen das Ausbeutung. Das ist weder in China eine gute Idee, noch in Sachsen. Die Beschäftigten hier wehren sich zurecht mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Die Scholz-Gruppe ist eine Schrott-Recyclingfirma und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro, wovon satte Gewinne eingefahren werden. Allein 25 Prozent des Gesamtumsatzes werden von den Beschäftigten in Espenhain erwirtschaftet. Dafür haben sie ihren fairen Anteil verdient. Es kann nicht sein, dass hier im Dreischichtbetrieb unter härtesten Bedingungen für knapp über Mindestlohn gearbeitet werden muss.   

Dass die Verantwortlichen der SRW Metalfloat nicht zu Verhandlungen bereit sind, zeigt, dass sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Wir leben nicht mehr in frühkapitalistischen Zeiten und auch die 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind vorbei. Wir befinden uns heute in einem Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt. Spätestens in Zeiten des Fach- und Arbeitskräftemangels sollte jeder vernünftige Unternehmer an fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen ein großes Interesse haben.

Die Streikenden in Espenhain haben meine volle Unterstützung. Gemeinsam mit der IG Metall kämpfen sie für acht Prozent mehr Lohn, eine Erhöhung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes auf je 1.500 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden. Die SPD steht dabei fest an der Seite der Arbeiterinnen und Arbeiter.”