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250 Millionen Euro für kommunale Schwimmbäder – Jetzt Projekte einreichen
Kommunale Schwimmbäder sind wichtige Orte für Sport, Freizeit und Gesundheit – und viele benötigen dringend Sanierung und Modernisierung. Deshalb stehen nun zusätzliche 250 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ sollen Städte, Gemeinden und Landkreise gezielt unterstützt werden, ihre Hallen- und Freibäder langfristig zu erhalten, energetisch zu modernisieren und damit sichere Orte für Bewegung, Begegnung und Gesundheit zu schaffen. Intakte Schwimmbäder sind entscheidend für den Schwimmunterricht von Kindern, Trainingsmöglichkeiten für Vereine und Freizeitangebote für Familien. Gleichzeitig trägt die Modernisierung dazu bei, Energie zu sparen und die Einrichtungen zukunftsfähig zu machen.
Gefördert werden bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, bei nachgewiesener Haushaltsnotlage sogar bis zu 75 Prozent. Der Bundesanteil liegt zwischen 250.000 Euro und 8 Millionen Euro pro Projekt, sodass auch umfassende Modernisierungen umgesetzt werden können. Kommunen können ihre Projektskizzen bis zum 19. Juni 2026 digital beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einreichen.
Weitere Informationen und Details zum Förderaufruf sind unter folgendem Link einzusehen: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/sks-sb.html
Holger Mann, MdB
Dänemark nach der Wahl: Schwierige Suche nach Stabilität
Die Parlamentswahl in Dänemark zeigt: Auch starke Sozialdemokratien sind kein Selbstläufer. Mette Frederiksen bleibt zwar stärkste Kraft, doch ihre Partei verliert deutlich und erzielt das schlechteste Ergebnis seit 1903. Das bisherige Dreierbündnis der Mitte mit den liberalen Parteien Venstre und Moderaterne verfehlt klar die Mehrheit. Aus einst 89 Sitzen werden nur noch rund 70 – ein spürbarer Einschnitt.
Die Sozialdemokraten kommen nur noch auf etwa 22 Prozent und verlieren gleich zwölf Mandate. Auch die bisherigen Partner büßen Stimmen ein. Gleichzeitig legt die links-grüne SF deutlich zu und wird zweitstärkste Kraft. Aber auch die extreme Rechte – bisher kaum existent – verdreifacht ihr Ergebnis. Das Ergebnis verschiebt die politischen Gewichte und macht deutlich: Viele Wählerinnen und Wähler wünschen sich mehr Klarheit und ein stärkeres sozial-ökologisches Profil, andere sind auch mit harter Migrationspolitik nicht vor der Wahl von Rechtsaußen abzuhalten.
Für die Regierungsbildung heißt das: Es wird schwierig. Weder das bisherige Bündnis noch ein klassisches links-grünes Lager haben eine eigene Mehrheit. Neue Konstellationen werden nötig sein – und damit auch neue Kompromisse.
Die Wahl ist damit mehr als ein nationales Ereignis. Sie zeigt, wie anspruchsvoll es ist, breite Bündnisse in der Mitte stabil zu halten. Sozialdemokratische Politik muss Orientierung geben und Vertrauen schaffen – nicht nur Kompromisse organisieren.
Matthias Ecke, MdEP
Preischaos an den Tankstellen beenden
Der Krieg im Iran ist auch bei uns spürbar: und das momentan stark an den Tankstellen. Dieses Preischaos ist tägliche Belastung für die Menschen in Sachsen und landesweit.
Deshalb haben wir als SPD im Bundestag Druck gemacht und das zeigt jetzt Wirkung. Gemeinsam mit der Union bringen wir diesen Donnerstag einen Gesetzesentwurf ins Plenum ein, der für mehr Transparenz und Fairness an den Tankstellen sorgen soll.
Konkret heißt das: Preiserhöhungen sollen künftig auf eine Erhöhung pro Tag begrenzt werden. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Bisher ändern Tankstellen ihre Preise im Durchschnitt bis zu 18-mal täglich – für Verbraucherinnen und Verbraucher völlig unübersichtlich. Damit machen wir jetzt Schluss.
Und: Die Mineralölkonzerne müssen künftig gegenüber dem Bundeskartellamt nachweisen, dass ihre Preiserhöhungen angemessen waren. Auch weitere kartellrechtliche Möglichkeiten werden verschärft.
Wir werden die Lage intensiv beobachten und bei Bedarf nachschärfen. Zeigt sich, dass die Spritpreise weiter hochbleiben und sich weitere Güter (zum Beispiel Strom, Gas, Lebensmittel) verteuern, werden wir wie in früheren Krisen entschlossen handeln. Denn Preise müssen transparent und Wettbewerb fair gestaltet werden zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Holger Mann, MdB
EVP-Chatgruppe mit Rechtsaußen: Ein gefährlicher Tabubruch
Was derzeit über Chatgruppen zwischen Mitgliedern der EVP und Abgeordneten der extremen Rechten ans Licht kommt, ist mehr als nur ein politischer Fehltritt – es ist ein Tabubruch, bei dem sich sogar Bundeskanzler Friedrich Merz einschaltet, ihn missbilligt und Aufklärung fordert. Während Manfred Weber öffentlich jede „strukturelle Zusammenarbeit“ bestreitet, zeigen die Berichte ein anderes Bild: koordinierte Abstimmungen, gemeinsame Linien, stille Deals mit AfD & Co.
Das ist kein Randphänomen, sondern ein Angriff auf den politischen Kern der Europäischen Union. Wer sich mit Rechtsextremen abstimmt, stellt Grundrechte, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zur Disposition. Das gilt umso mehr, wenn es um so sensible Fragen wie Migration geht, bei denen plötzlich Vorschläge auf dem Tisch liegen, die fundamentale Garantien aushebeln. Die Brandmauer zur extremen Rechten ist kein taktisches Instrument, sondern ein zivilisatorisches Versprechen. Wer sie einreißt, gefährdet das Vertrauen in die europäische Demokratie. Die EVP muss sich entscheiden: demokratische Mitte oder politische Grenzüberschreitung. Beides gleichzeitig geht nicht.
Matthias Ecke, MdEP
Termine
und Veranstaltungen
Samstag, 18. April 2026, 10:00 – 15:00 Uhr
Galerie KUB (Kantstraße 18) in Leipzig
Samstag, 10. Juni 2026, 10:00 Uhr
Außerordentlicher Landesparteitag der SPD Sachsen
Penck Hotel Dresden, Ostra-Allee 33